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Allgemeines

Name des Landes
Republik Armenien
Regierungsform Präsidiale Republik
Hauptstadt Jerewan
Währung Armenischer Dram (Wechselkurs)
Wetter  

Geographie

Lage
West-Asien, östlich der Türkei
Fläche 29,800 Quadratkilometer
Grenzen Insgesamt 1,254 km (Aserbaidschan 787 km, Türkei 268 km, Georgien 164 km, Iran 35 km)
Klima kontinental, heiße Summer, kalte Winter
Gelände Armenisches Hochgebirgs-Plateau (durchschnittliche Höhe 1000m); Wälder; schnell fließende Flüsse; fruchtbare Täler
Tiefster Punkt Fluss Debed 400 m
Höchster Punkt Berg Aragats 4,090 m
Bevölkerung 3.8 Million en Einwohner
Ethnische Gruppen Armenier 95%, Russen 2%, andere (v.a. Yezidi-Kurden, Griechen) 3%
Religion Armenisch-Apostolische Kirche
Sprache Armenisch, ein Zweig der indo-germanischen Sprachen

Verwaltungsbezirke - 11 Provinzen (Marzer); Aragatsotn, Ararat, Armawir, Gegharkunikh, Kotajkh, Lori, Schirakh, Sjunikh, Tawusch, Wajots Dzor, Jerewan

GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK

"Armenien" bezeichnet die Gegend, in der das armenische Volk zu einer Nation wurde, wo es lebte und seine Geschichte schrieb. Griechische Historiker nannten das Land schon vor rund 3000 Jahren Armenien. Das geographische Land wurde bereits vor über 4000 Jahren verzeichnet. Damals besiegte der legendäre Bogenschütze Haik den assyrischen König Belus und wurde selbst der erste König. Armenien wurde damals mit seiner Geschichte, die bis in die Zeiten des alten Babylons reichte, zu den großen Mächten der Antike gezählt.
Die ersten Hinweise auf Armenien finden sich in Eintragungen sumerischer Keilschrift, die sich auf das dritte Jahrtausend vor Christus zurückdatieren lassen. In der Bibel wird Armenien das Königreich Ararat (Urartu) genannt, und archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass die damaligen Armenier bereits zu den hoch entwickelten Zivilisationen gehörten. Ein Teil dieser Zivilisation kann heute noch im Museum besichtigt werden, und zwar die Reste der Festung Erebuni, die 782 v. Chr. am Rand der heutigen Stadt Jerewan gegründet wurde.
Das erste Jahrhundert vor Christus war Armeniens Renaissance. Handel, Kunst und Literatur blühten auf, die antike Stadt Artashat wurde zu einem wichtigen regionalen Zentrum, das die Handelsrouten zwischen Ost und West verband. Plutarch nannte Artashat das armenische Karthago und erwähnt, dass Euripides' "Bacchae" 53 v. Chr. in Artashat aufgeführt wurde. Leider brachten der durch die Nähe zur Seidenstraße erzielte Erfolg und das Wachstum den Armeniern über die kommenden Jahrhunderte hinweg auch viele Invasionen konkurrierender Nationen.
In der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. hatte auch Rom seine Tentakeln ausgestreckt, um Armenien und die benachbarten Parther zu beeinflussen. Der armenische König Trdat I (Tiridates I) wurde 66 n. Chr. von Rom gekrönt, und die darauf folgende Zeit des Friedens und der Erholung führte dazu, dass viele Schlösser gebaut und Städte gegründet wurden.
Im Jahr 301 wurde Armenien die erste Nation, die das Christentum als Staatsreligion anerkannte. Edschmiatsin wurde die Wiege dieser Kirche, der Heilige Gregor ihr erster Katholikos.
In den folgenden Jahrhunderten wurde Armenien fast ununterbrochen von seinen mächtigen Nachbarn erobert und besetzt, entweder ganz oder zumindest zum Teil. Armenien wurde regiert von Persern, Arabern und Türken. Dennoch entwickelte sich während dieser Zeit ein reiches kulturelles Erbe an Architektur. Die Literatur entfaltete sich und viele Manuskripte aus dieser Zeit überlebten bis heute, versteckt in Klöstern.
Zur Mitte des 17. Jahrhunderts war Armenien zwischen der Türkei und Persien aufgeteilt. Dieser Status blieb bis zum 19. Jahrhundert erhalten, bis Russland gegen Persien und die Türkei kämpfte. 1828 wurde Armenien zu einer Nation wiedervereinigt, blieb aber unter russischer Herrschaft.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann die osmanische Regierung der Türkei ihre geplante und systematische Auslöschung ihrer ethnisch-armenischen Bevölkerung. Dies führte 1915 zu Massakern an eineinhalb Millionen Menschen und zur Flucht der Hinterbliebenen in alle Teile des Globus.
Als der Erste Weltkrieg vorbei war, erklärte 1918 Ostarmenien seine Unabhängigkeit - doch sie währte nicht lange. 1920 wurde das Land zu einer Sowjetrepublik. 1991 erlangte Armenien seine Unabhängigkeit zurück - und heute ist es eine aufblühende unabhängige Republik mit der demokratischen Form der präsidialen Regierung.

POLITIK, REGIERUNG

Armenien ist eine parlamentarische Republik mit einer präsidialen Regierungsform, die der Verfassung von 1995 unterliegt. Der Präsident wird demokratisch in nationalen Wahlen bestimmt und kann höchstens zwei fünfjährige Amtsperioden absolvieren.
Der Präsident ernennt den Premierminister, der wiederum verschiedene Minister ernennt und die ausführende Gewalt besitzt.
Die Nationalversammlung wird für vier Jahre gewählt und stellt die legislative gesetzgebende Gewalt dar. Außerdem gibt es einen unabhängigen Verfassungs-Gerichtshof, der darauf achtet, dass Entscheidungen der Regierung und der Nationalversammlung mit der Verfassung konform gehen.
Das Land ist in zehn Bezirke unterteilt, die Marz genannt werden. Dazu kommt die Hauptstadt Jerewan. Stadt- und Gemeinderäte werden für drei Jahre in Regionalwahlen gewählt. Jedes Marz hat einen ernannten Gouverneur, der dafür verantwortlich ist, dass die landespolitischen Grundsätze auch in seiner Region beachtet werden.
Der derzeitige Präsident ist Robert Kocharyan, der bereits seine zweite Amtsperiode angetreten hat, nachdem er im März 1998 vom Volk gewählt wurde.
Die politischen Parteien umspannen ein breites Spektrum von Kommunisten bis Sozialisten, Liberalen und Konservativen bis hin zu Nationalisten. Generell spielt die Politik im Alltagsleben der Armenier nur eine untergeordnete Rolle. Disziplinierter politischer Eifer und Demonstrationen sieht man nur während den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen.

RELIGION

Die armenische Verfassung erlaubt die Ausübung der meisten Religionen der Welt. Armenier sind generell sehr tolerant, was andere Glaubensrichtungen angeht. Das Land war das erste christliche Königreich, nachdem die Religion von König Trdat III (Tiridates III) im Jahr 301 n. Chr. übernommen wurde. Der Heilige Gregor der Erleuchter war ein Jahr später das erste Kirchenoberhaupt und der Katholikos der neu gegründeten Kirche. Die meisten Armenier sind daher Christen und gehören der Armenisch-Apostolischen Kirche an. Während der Sowjetzeit erlebte Armenien 70 Jahre Kommunismus, die der Kirche Schaden zufügten. In den vergangenen Jahren jedoch hat die Gemeinde ihre Kirche und Religion stark wieder belebt. Neben der Apostolischen Kirche gibt es kleinere christliche Gruppen von russischen und griechischen Orthodoxen, Katholiken und Protestanten. Außerdem gibt es kleine Gemeinden von Juden und Moslems.

SPRACHE

Armenisch ist eine antike Sprache des indogermanischen Sprachstammes, die aus dem Sanskrit und Zend entwickelt wurde. Ihr Alphabet wurde von Mesrob Mashtots im vierten Jahrhundert entwickelt und ist heute noch unverändert in Gebrauch. Armenisch ist die offizielle Landessprache und wird von fast der ganzen Bevölkerung gesprochen. Da das Land bis vor einigen Jahren Teil der Sowjetunion war, sprechen die meisten Armenier auch Russisch. Englisch, Französisch und Deutsch werden heute von den sprachbegabten Armeniern schnell gelernt und gesprochen. In der Diaspora, also in Europa, dem Nahen Osten und Nordamerika, sprechen Armenier größtenteils West-Armenisch. Im Land dagegen spricht man Ost-Armenisch - beide Dialekte unterscheiden sich hauptsächlich in der Betonung und Aussprache verschiedener Buchstaben.

BEVÖLKERUNG

2002 wurde eine Volkszählung durchgeführt die ergab, dass in Armenien knapp über drei Millionen Menschen leben. Mehr als ein Drittel davon lebt in und um die Hauptstadt Jerewan und in den Großstädten Gjumri und Vanadzor. Der Rest lebt in kleinen Gemeinden und Dörfern. Mehr als 95 Prozent sind Armenier, zwei Prozent Russen, der Rest andere ethnische Gruppen wie Kurden, Yezidi, Juden, Assyrer, Griechen und Zigeuner. Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 68 Jahren und für Frauen bei 75 Jahren. 99 Prozent der Armenier können lesen und schreiben.

KLIMA

In Armenien herrscht ein Bergklima mit zum Teil extremen Hitze- oder Kältephasen - was von Region zu Region unterschiedlich ist und davon abhängt, wie hoch die Region gelegen ist.
Im Winter kann das Thermometer in der Nähe des Berges Aragats auf unter minus 40C fallen, während es in der Hauptstadt Jerewan, am Rand des Ararat-Tals gelegen und von Bergen umgeben, normalerweise im Winter nicht unter minus 10C fällt.
Im Sommer wird es in der Hauptstadt dagegen manchmal bis zu 40C heiß und die Temperatur in den Bergen bleibt dann bei angenehmen 20C. Die Sommer sind lang, von Ende April bis Ende Oktober. Der Winter kommt langsam, und Schnee fällt vor allem in den Anfangsmonaten des Jahres. Nach einem kurzen Frühling im April und Mai kommt dann der Sommer zurück.
Da die Höhenunterschiede in Armenien groß sind, können Besucher ihre Ausflüge genau so planen, dass sie optimales Wetter dafür haben. Wenn es in Jerewan im August zu heiß ist, kann man sich am Strand des Sevan-Sees ausruhen - dieser ist 1000 Meter höher gelegen als die Hauptstadt und nur eine Autostunde entfernt.
Geschichte, Archäologie, Architektur, reiche Kultur, spektakuläre Sehenswürdigkeiten, vielfältige Flora und Fauna, verschiedene Mikroklimata mit Wüsten, fruchtbare Wälder und ewiges Eis auf den Bergen, Lifestyle und Moderne. All dies kann man in Armenien finden. All dies wartet darauf, von Besuchern entdeckt zu werden - und Ihnen einige unvergessliche Tage zu bescheren.

Feiertage und Gedenktage :

1 Januar
Neujahr
8 März Internationaler Frauentag
7 April Muttertag und Tag der Schönheit
24 April Gedenktag an die Opfer des Genozids von 1915
1 Mai Internationaler Tag der Arbeit
9 Mai Sieges-und Friedenstag
28 Mai Tag der Ersten Republik
5 Juli Verfassungstag
21 September Unabhängigkeitstag
7 Dezember Gedenktag an die Opfer des Erdbebens 1988

Die wichtigsten religiösen Feierlichkeiten :

6 Januar
Weihnachtsfeiertag, Geburt und Erscheinung Christis
14 Februar Darbringung am Tempel
7 April Maria Verkündigung
12 April Ostern
16 August Mariä Himmelfahrt
8 September Geburt der Gottesgebärerin
21 November Maria Einführung in den Tempel

Mehr Informationen über Armenien finden Sie unter: http://www.virtualarmenia.am

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